Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Kurzfassung Mag. Dr. techn. Matthias Kranabether

In dieser Dissertation werden Zusammenhänge zwischen dem Ausbaugrad des hochrangigen Straßenverkehrssystems in Form von Autobahnen und Schnellstraßen und der Anzahl nichtlandwirtschaftlicher Arbeitsstatten untersucht. Untersuchungsgebiet ist die österreichische Ost-Region, bestehend aus den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich und Wien. Es wird gezeigt, dass die Nahe zu Autobahn- oder Schnellstraßenanschlussstellen, über das gesamte Untersuchungsgebiet gesehen, seit Beginn der 1960er Jahre einen mit der Zeit abnehmenden Beitrag zur Entwicklungstendenz der Anzahl der Arbeitsstatten leistete. Die größten Zugewinne an Arbeitsstatten verzeichneten Gemeinden im Agglomerationsraum, auch wenn sie nicht in der Nahe von Autobahnen oder Schnellstraßen gelegen waren. Die Errichtung hochrangiger Verkehrsinfrastruktur abseits der Agglomerationsgebiete konnte die Entwicklungstendenzen in Bezug auf die Anzahl der Arbeitsstätten in jüngerer Zeit kaum noch beeinflussen. Methodisch wurden die Ergebnisse quantitativ mittels explorativer räumlicher Datenanalyse sowie unter Anwendung globaler räumlicher Regressionsmodelle ermittelt. Lokale Indikatoren räumlicher Assoziation (LIS A) wurden zur teilregionalen Interpretation der Ergebnisse herangezogen. Die Arbeit ordnet sich in die Reihe jener Veröffentlichungen ein, die einem weiteren Ausbau hochrangiger Straßenverkehrsinfrastrukturen in hoch entwickelten Staaten kritisch gegenüberstehen.

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