Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Erwin Kastberger

WIRKUNGEN DER EINFÜHRUNG DES GMUNDNER VERKEHRS-VERBUNDES

Die Diplomarbeit stellt den Gmundner Verkehrsverbund (WG) vor und zeigt die Veränderungen auf, die durch die Einführung des WG ausgelöst wurden. Näher beschrieben werden das Liniennetz, der Fahrplan, das Tarifsystem, die Fahrzeuge, die Öffentlichkeitsarbeit und die Kosten des WG. Es wurde die Inanspruchnahme des WG untersucht und mit anderen ähnlichen ÖV-Systemen verglichen. Dabei zeigte sich, daß der WG von mehr Fahrgästen genützt wird, als die meisten anderen betrachteten Systeme. Dies führt auch zu einem guten wirtschaftlichen Ergebnis mit einem vergleichsweise hohen Kostendeckungsgrad. Die Analyse der vom WG bewirkten Modal-Split-Änderungen zeigt, daß es sich hier um sehr geringe Veränderungen handelt. Der PKW‑ und Fußgängeranteil an den Wegen in Gmunden sank um etwa 1 %, der Anteil des öffentlichen Verkehrs nahm um etwa 3 % zu. Betrachtet man nur den Binnenverkehr, sind die Auswirkungen etwa doppelt so stark. Auch die Auswirkungen auf den Einkaufsverkehr sind als gering einzustufen. Wesentliche Veränderungen brachte der WG bei der Parkplatzsituation, da die Stellplatznachfrage in der Gmundner Innenstadt beachtlich reduziert wurde. Die Einführung des WG verbesserte auch die Erreichbarkeit der Innenstadt für nicht motorisierte Bewohner der Stadtrandsiedlungen wesentlich. Die Auswirkungen des WG auf den Gemeindehaushalt und die Belastung des Hauptstraßennetzes in Gmunden sind dagegen als gering einzustufen. Im abschließenden Maßnahmenteil wurden Strategien entwickelt, um Ziele wie Versorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Verbesserung der Erreichbarkeit der Innenstadt und Reduzierung der Belastung aus dem Kfz-Verkehr noch besser zu erreichen.

www.fvv.tuwien.ac.at