Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Michael Klug

VERKEHRSSICHERHEIT BEI BUSHALTESTELLEN MIT DEM SCHWERPUNKT SCHÜLERVERKEHR

Der öffentliche Verkehr weist gegenüber dem Individualverkehr ein geringeres Transportrisiko auf. Da die Haltestelle den Schnittpunkt zwischen diesen beiden Verkehrsarten darstellt, stellt sie für den Fahrgast die größte Unfallgefährdung während der ÖV-Nutzung dar. Diese Situation kann durch bauliche und organisatorische Maßnahmen im Haltestellenbereich verbessert werden. Zusätzlich stellt auch die Wahl des jeweiligen Haltestellentyps ein wesentliches Kriterium dar. Nicht zu vernachlässigen ist, daß dieser Bereich auf jeden einzelnen Standort abgestimmt werden muß und die Führung des Radverkehrs - aufgrund der vielen Konflikte mit anderen ‑ einer eingehenden Betrachtung bedarf. Die Attraktivierung des Haltestellenbereiches führt zu einer Veränderung des Verkehrsmittelverhaltens in Richtung des öffentlichen Verkehrs, wodurch die Verkehrssicherheit im Gesamtsystem angesprochen ist. Zu diesem Themenbereich zählen auch Gesichtspunkte der Raumplanung, die die Siedlungsstruktur derart steuern soll, daß eine ökonomische Linienführung mit möglichst kurzen Zu- und Abgangswegen für den Fahrgast ermöglicht wird. Jener Personenkreis, der von der Benutzung vieler anderer Verkehrsmittel ausgeschlossen ist - mobilitätseingeschränkte Personen - bedarf einer genaueren Untersuchung. Zu dieser Gruppe zählen auch Kinder und Jugendliche, die sowohl im Schulverkehr als auch in der Freizeit das öffentliche Verkehrsmittel verstärkt benutzen. Diese Gruppe ist es auch, die am Unfallgeschehen im Haltestellenbereich mit knapp 50 % beteiligt ist.

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