Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Sabine Schöbel

WIRTSCHAFTSVERKEHR IM BALLUNGSRAUM EINER STADT UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTlGUNG DER NAHRUNGSMITTELVERSORGUNG AM BEISPIEL WIENS

"Menschheit und Wirtschaft hängen von einem ständigen Durchfluß von Luft, Wasser, Nahrungsmitteln, Materialien und fossilen Brennstoffen aus der Umwelt ab. All das wird dann in Form von Müll und Verschmutzung der Umwelt wieder zurückgeliefert. Die Grenzen des Wachstums werden bestimmt von der Leistungsfähigkeit der Quellen dieser Durchsätze in der Erdumwelt und der Aufnahmefähigkeit der Senken, den Müll und die Schadstoffe aufzunehmen und in unschädliche Formen umzusetzen". Im Rahmen des Projektes "Zukunft Spezial" der Wiener Internationalen Zukunftskonferenz wurden in fünf Projektgruppen konkret umsetzbare Pilotprojekte entwickelt. Die Projektgruppe "Mobilität in der Stadt" - unter der Leitung von Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hermann Knoflacher - untersuchte den Zusammenhang zwischen der Stadtstruktur und dem Mobilitätsverhalten der Wiener Bevölkerung, das in Teilbereichen systematisch-isoliert analysiert wurde. Die Gliederung in Teilbereiche erfolgte nach den Grundfunktionen menschlicher Aktivität in der Stadt (Arbeiten und Bildung, Freizeit, Entsorgung und schließlich Versorgung). Schlagworte, wie "Sustainable Development" oder "Öko-City", waren die ersten Ausgangspunkte für die vorliegende Arbeit. Aufgrund des erheblichen Forschungsdefizits im Bereich des Versorgungsverkehrs (Wirtschaftsverkehrs) lag das Ziel der Arbeit vorrangig in der Analyse der Quantität des Verkehrsaufkommens und der Differenzierung seiner Struktur. Unterschiedlichste Strategien zur Beeinflussung des Verkehrs und seiner Auswirkungen (nachhaltige Verkehrs‑ und Stadtplanung) bilden einen möglichen Weg hin zur Öko-Stadt bzw. zu einer Stadt mit "Lebensqualität". Das Erkennen der Grenzen des Wachstums (d.h. des Wirtschaftsverkehrsaufkommens) und die Überprüfung vorliegender und angewandter Konzepte auf "Nachhaltigkeit" durch Untersuchung des Indikators "externer Energieverbrauch" bezogen auf die städtischen Strukturen wäre eine interessante Aufgabe für weitere Arbeiten.

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