Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Sonja Urban

ERSTELLUNG EINES ÖFFENTLICHEN VERKEHRSKONZEPTS FÜR DIE STADTGEMEINDE FELDKIRCHEN UNTER MITEINBEZIEHUNG RAUMPLANERISCHER GESICHTSPUNKTE

Anlässlich eines "Mitteleuropäischen Planungsseminars", das im Mai 1998 in Feldkirchen stattfand, wurde angeregt, die Diplomarbeit "Erstellung eines öffentlichen Verkehrskonzepts für die Stadtgemeinde Feldkirchen unter Berücksichtigung raumplanerischer Gesichtspunkte" zu verfassen. Die vorliegende Diplomarbeit gliedert sich in fünf große Kapitel:

1. Vergleich der verschiedenen Verkehrssysteme: In diesem Kapitel wurden alle Verkehrssysteme von der U-Bahn bis zum Bürgerbus analysiert, um der Gemeinde die vielfältigen Möglichkeiten, die es im öffentlichen Nahverkehr gibt, aufzuzeigen.

2. Struktur Feldkirchens: Dieses Kapitel beschreibt die Struktur der Stadtgemeinde Feldkirchens.

3. Befragung: Um die Wünsche der Bevölkerung und die Anforderungen an ein öffentliches Verkehrssystem kennen zu lernen, wurde mit Unterstützung der Stadtgemeinde Feldkirchen eine Befragung von rund 1.000 Haushalten durchgeführt. Es wurde das derzeitige und zukünftige Verkehrsverhalten der Feldkirchner Bevölkerung abgefragt, um es in die weitere Bearbeitung einfließen zu lassen.

4. Ausarbeitung eines öffentlichen Verkehrskonzepts: Die Ausarbeitung des öffentlichen Verkehrskonzepts erfolgte nach eingehender Analyse der Grundlagen (Verkehrssysteme, Struktur der Gemeinde und Befragung). Man kam zu dem Ergebnis, dass die Formen des bedarfsorientierten Verkehrs am besten für die Stadtgemeinde Feldkirchen geeignet sind, da sich diese Angebotsformen am besten an die disperse Siedlungsstruktur anpassen können. Die Wirtschaftlichkeit ist gegeben, da nur bei Bedarf eine Beförderung stattfindet. Der Stadtgemeinde Feldkirchen wurden drei verschiedene Arten von bedarfsorientierten Verkehrssystemen vorgeschlagen.

 5. Konsequenzen für die Raumplanung.

Die disperse Siedlungsstruktur ist ein wesentlicher Grund für das unzureichende Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln. Um diese Fehlentwicklung in Zukunft zu vermeiden, ist die Bewertung der ÖV- Erschließungsmöglichkeit von Siedlungserweiterungsgebieten notwendig. Die vorliegende Diplomarbeit soll als Entscheidungsgrundlage für die Stadtgemeinde Feldkirchen zur Auswahl des am besten geeigneten Verkehrssystems dienen. Welches der drei vorgeschlagenen Systeme nun tatsächlich zum Einsatz kommen wird, muss von den Vertretern der Gemeinde entschieden werden. Es muss abgewogen werden, wie viel Geld die Gemeinde in die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs investieren kann und möchte.

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