Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Strategische Verkehrsplanung auf nationaler und europäischer Ebene

Martin Niegl

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Methodik für die strategische Verkehrsplanung zu entwickeln, die Schlüssigkeit und Konsistenz zwischen den verschiedenen Bereichen, auf die das Verkehrssystem einen Einfluss hat, herstellt. Kapitel 2 dieser Arbeit beinhaltet den ersten Teil der Analyse von fünf in den letzten Jahren veröffentlichten strategischen Verkehrsplanungskonzepten auf nationaler und europäischer Ebene. Diese sind: der Generalverkehrsplan Österreich 2002, der Bundesverkehrswegeplan 2003 (Deutschland) und die Sachpläne Schiene/6V bzw. Strasse (beide Schweiz) sowie das EU-Weissbuch zum Thema Verkehr. Im Rahmen der Analyse werden die vorliegenden Dokumente inhaltlich auf-bereitet und nach Kriterien, die in Kapitel 3 näher erläutert werden, verbal qualitativ bewertet. In Kapitel 3 wird eine „Methodik für strategische Verkehrsplanungskonzepte" entwickelt. Diese beschreibt einen neuen Ansatz, der die Konsistenz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit derartiger Dokumente gewährleisten soll. Das Oberziel dabei ist Nachhaltigkeit (siehe Definition auf S. 52). Innerhalb dieser Zielsetzung erfolgt eine hierarchische Gliederung nach den - in der Literatur häufig verwendeten - Dimensionen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Anwendbarkeit der auf dieser Basis abgeleiteten Ziele wird durch das Auf-stellen von passenden Maßnahmen und damit zusammenhängenden Indikatoren, die geeignet sind, die Zielerreichung zu messen, sichergestellt. Kapitel 4 bildet den Abschluss der Analyse. Auf der Basis des in Kapitel 3 erstellten Zielsystems wird eine Reihung der analysierten strategischen Verkehrspläne erstellt. In dieser Reihung erreicht die Schweiz den ersten Platz, gefolgt von Deutschland. Österreich und die EU belegen gemeinsam den letzten Platz.

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