Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

David Nosè

Gemäß dem Verkehrssicherheitsprogramm (VSP) des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sind Road Safety Inspections (RSI) wie auch Road Safety Audits (RSA) den infrastrukturspezifischen Maßnahmen zuzuordnen. Mit diesen Methoden soll Unfallprävention forciert werden, gemeint ist dabei vor allem das Aufdecken von Sicherheitsmängeln in der Planungsphase von Straßenbauprojekten (RSA) respektive im Betrieb von Straßen (RSI). Straßen bzw. Straßenbauprojekte können allen Richtlinien der RVS entsprechen, aber dabei dennoch wesentliche Parameter der Verkehrssicherheit nur ungenügend berücksichtigen. Dementsprechend sollen mittels RSI und RSA derartige Planungsfehler und folglich hohe (Unfall-) Folgekosten vermieden werden. RSI sind noch eine vergleichsweise junge Methode, Pilotprojekte in Österreich wurden erstmalig im Jahr 2004 für einzelne Streckenabschnitte am hochrangigen Straßennetz durchgeführt. Die wesentlichen Vorgaben befinden sich in den RVS ¬Richtlinien sowie im VSP des BMVIT. Ziel dieser Arbeit war es einleitend den Trend der Verkehrssicherheit der letzten Jahre auf Österreichs hochrangigem Straßennetz anzugeben. Daran anknüpfend wurde die Thematik der Unfalluntersuchungen erläutert. Sie beinhaltet grundlegende Bergriffe und Definitionen, die im Rahmen von Arbeiten zu RSI und RSA von Bedeutung sind. Bezüglich der Kernthematik dieser Diplomarbeit (Auswirkungen von RSI auf die Verkehrssicherheit) wurden zunächst einerseits die wesentlichen Grundlagen und Vorgaben für Sicherheitsaudits sowie Sicherheitsinspektionen dargelegt und anschließend mittels zweier Beispiele von umgesetzten RSI (A2 Wechselabschnitt zwischen Edlitz und Friedberg-Pinggau sowie S36 zwischen Judenburg-West und Kindberg-Ost) auf die Auswirkungen dieser Methode der Unfallprävention auf die Verkehrssicherheit eingegangen. Die im Rahmen dessen getätigten ex-post-Analysen sollen verdeutlichen, wie sich die wesentlichen Unfallparameter auf den Untersuchungsstrecken in den Folgejahren entwickelten. Dadurch ist erkennbar, ob positive Effekte in Folge einer RSI eingetreten sind oder nicht. Durch eine Nutzen¬Kosten-Analyse (NKV) wird abschließend die Effizienz der durchgeführten RSI auf der Untersuchungsstrecke A2 -Wechselabschnitt ermittelt. Dadurch ist ersichtlich, ob die eingesetzten Mittel durch den daraus resultierenden Nutzen gerechtfertigt werden.

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