Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Karl Sattler

Der Wienerwald weist verschiedene Kategorien von Schutzgebieten auf. Diese unterliegen internationalen Richtlinien, Landesgesetzen und -verordnungen sowie einem vom österreichischen MAB-Nationalkomitee (Man and the Biosphere) erstellten Kriterienkatalog über Biosphärenparke in Österreich. Letzterer soll die richtige Umsetzung und den laufenden Betrieb des Reservates im Sinne der UNESCO garantieren. Ziel dieser Arbeit ist es, diese Forderungen und Gesetze mit der Realität im Biosphärenpark Wienerwald zu überprüfen und zu dokumentieren. Im Vordergrund steht das von der UNESCO ins Leben gerufene Programm der Biosphärenreservate, auf dem die kritische Betrachtungsweise der Einhaltung basiert.

 

Die theoretische Grundlage dafür bilden im speziellen folgende Dokumente:

• Sevilla Strategie

• Machbarkeitsstudie - "Eignung des Wienerwaldes für einen Nationalpark oder Biosphärenpark"

• Antrag an die UNESCO auf Ernennung zum Biosphärenpark Wienerwald

• Kriterienkatalog des Österreichischen MAB-Nationalkomitees

• Gesetze und Verordnungen für den Biosphärenpark Wienerwald

• Naturschutzgesetze und Gesetze, die im direkten Zusammenhang stehen

 

Es werden Offroad- und Rallye-Veranstaltungen in Sittendorf, Brand Laaben, Gaaden und im Triestingtal, sowie auch der Schwerverkehr durch das Helenental unter umweltpolitischen Aspekten analysiert und die Vorgehensweise der Behörden aufgezeigt.

An Hand von Forststraßen- und Wegsanierungen, dem Neubau der Umfahrungsstraße in Klosterneuburg, dem Umbau bzw. Ausbau eines Teilstückes im Helenental und anderen baulichen Aktivitäten wird untersucht, inwieweit diese Baumaßnahmen aus verkehrsplanerischer, straßenbaulicher und umweltrelevanter Sicht sinnvoll und zielführend sind.

Aktivitäten in Kern- und Pflegezonen, die nicht in deren Sinne sind, werden aufgezeigt sowie auf grundsätzliche Mängel in der Information der betroffenen Bevölkerung und der Kennzeichnung von Kernzonen hingewiesen. Außerdem werden durch eigenständige Erhebungen, soweit dies möglich war, der Antrag an die UNESCO auf Ernennung des Biosphärenparks Wienerwald mit Publikationen der beteiligten Bundesländer und des Biosphärenpark Wienerwald Management verglichen und Unterschiede herausgearbeitet.

 

Der Informationsstand der Jugendlichen soll anhand einer Umfrage zum Thema Bioshärenpark Wienerwald dargelegt werden. Lärmmessungen zeigen die Einwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt auf.

www.fvv.tuwien.ac.at