Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Michael Koukal

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach wie sich der Zusammenhang zwischen Motorisierungsgrad und Siedlungsdichte zwischen Industrie- und Schwellenländern (sowie Entwicklungsländern) unterscheidet. Dazu wurden -nach eingehender Beschäftigung mit grundlegenden Modellen und Termini -Arbeitshypothesen formuliert, die anschließend einer Überprüfung unterzogen werden sollten. Zusätzlich wurde versucht einzugrenzen welche Faktoren den Motorisierungsgrad in den jeweiligen Untersuchungsregionen beeinflussen. Dazu kamen verschiedene statistische Analysen und Testverfahren (Korrelationsanalyse, Multiple Lineare Regression, T-Test, Kolmogorov-Smirnov-Test, Wilcoxon-Test) zum Einsatz. Für diese Analysen wurden verschiedene Datenquellen auf Ebene städtischer Agglomerationen, sowie auf nationalstaatlicher Ebene herangezogen. Aus der Zusammenschau der Analyseergebnisse kann gefolgert werden, dass eine allgemein gültige Gesetzmäßigkeit besteht, nach der sich der Motorisierungsgrad bestimmen lässt. Der Motorisierungsgrad steigt mit sinkender Siedlungsdichte (respektive Bevölkerungsdichte), mit wachsendem Infrastrukturangebot, mit wachsender Wirtschaftsleistung sowie mit steigendem Dienstleistungsanteil am SIP und sinkendem Agraranteil am BIP. Während der Motorisierungsgrad in den armen Weltregionen vorwiegend von Regionalprodukt, Siedlungsdichte und Straßeninfrastruktur determiniert wird, ist in reichen Weltregionen neben Siedlungsdichte und Straßeninfrastruktur das Parkplatzangebot der wesentliche Faktor zur Erklärung des Motorisierungsgrades.

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