Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Svenja Lembke

Die Strukturen des Straßenraumes senden Informationen in Form von Reizen aus, die das Verhalten der Verkehrsteilnehmer beeinflussen können. Dabei werden unter äußeren Strukturen beispielsweise bauliche Elemente verstanden.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwieweit Veränderungen der äußeren Strukturen des Straßenraumes Auswirkungen auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer haben. Bei der Betrachtung stehen die Fußgeher im Mittelpunkt.

Untersucht wird diese Fragestellung am Beispiel des Umbaus der Begegnungszone in der Mariahilfer Straße, da dort zum Erhebungszeitpunkt trotz gleicher gesetzlicher Verkehrsregelung eine unterschiedliche Gestaltung des Straßenraumes und somit unterschiedliche äußere Strukturen vorliegen.

Die Erhebung erfolgt mittels Videoaufnahmen an zwei Standorten mit unterschiedlichen baulichen Elementen. Die Erhebungsdaten spiegeln das objektiv beobachtbare Verhalten der Verkehrsteilnehmer wieder und ermöglichen dadurch einen Vergleich der beiden Abschnitte. Ergänzend wird eine Befragung in der Mariahilfer Straße durchgeführt, um die subjektiven Einschätzungen der Verkehrsteilnehmer bezüglich des Umbaus erheben zu können.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in der Begegnungszone der Mariahilfer Straße durch den Umbau des Straßenraumes verändert, wobei insbesondere die Nutzung des Fahrbahnbereiches in Längsrichtung als auch das Querungsverhalten der Fußgeher zu nennen sind.

Durch die Ergebnisse wird die Notwendigkeit eines Umbaus zu einem selbsterklärenden Straßenraum deutlich, um ein angepasstes Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu erzielen und so das Funktionieren der Begegnungszone zu gewährleisten.

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