Verkehrsplanung und Verkehrstechnik | Institut für Verkehrswissenschaften

Technische Universität Wien

Florian Niel

Gehsteigvorziehungen verbessern die Sichtbarkeit von querenden FußgängerInnen und Fahrzeugen auf Straßen mit Parkstreifen. Sie verkürzen die Querungslänge und bieten eine sichere Aufstellfläche für den Fußverkehr.
Im ersten Teil dieser Arbeit werden die nationalen Normen und Richtlinien aus Österreich, Deutschland und der Schweiz über Gehsteigvorziehungen an ungeregelten Kreuzungen verglichen.
Im zweiten Teil werden 100 bestehende Wiener Gehsteigvorziehungen überprüft, um herauszufinden, woran es liegt, wenn die erforderlichen Sichtweiten nicht erreicht werden; was 81 von 100 Mal der Fall war. Die meisten Gehsteigvorziehungen waren schmäler als der angrenzende Parkstreifen, oft wären die erforderlichen Sichtweiten bei Erweiterung der Gehsteigvorziehung bis zum Fahrbahnrand erreicht worden. Im nächsten Schritt wurde mittels Videoanalyse FußgängerInnenverhalten analysiert, um die Ansätze in den Richtlinien für Gehsteigvoziehungen zu evaluieren. Die Anhaltepunkte von FußgängerInnen wurden erfasst und die Distanz zur Gehsteigkante und zur Fahrbahn gemessen. Die Verteilung der Anhaltepunkte war breit gestreut, es zeigte sich eine Tendenz zur Orientierung an der Gehsteigkante. Zum Abschluss dieser Arbeit werden Empfehlungen ausgesprochen, wie zukünftige Richtlinien über Gehsteigvorziehungen aussehen könnten.

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